|
Im "totalen Krieg" seien "die geistig-moralischen
Kräfte des Volkes ebenso entscheidend wie die
militärisch-politischen und ökonomischen", schreibt der
Schriftsteller Herbert Scurla, zu DDR-Zeiten als Biograph von
Alexander und Wilhelm von Humboldt und Rahel Varnhagen bekannt, 1940
in seinem Buch "Die Dritte Front". Ausstellung und Buch zeichnen,
bezogen auf Brandenburg, den Verlauf der "geistig-moralischen" Front
auf literarischem Gebiet für die politisch wechselvollen Jahre von
1930-1950 nach. Vorgestellt werden erstaunliche Doppelkarrieren von
Schriftstellern und Wissenschaftlern im Dritten Reich und der DDR.
Ins Blickfeld geraten außerdem Parallelitäten beim Versuch der
verschiedenen politischen Systeme, die Autoren mit Mitteln der
Restriktion oder Förderung für die "Dritte Front" gefügig zu machen.
Zur Ausstellung erscheint Anfang März 2004 der
Begleitband:
Ausstellungsorte:
Rheinsberg, Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloß
Rheinsberg 7.3. – 25.4. 2004 Di. -
So., 9.30 - 12.30 Uhr und 13 - 17 Uhr Tel.:
033931-39007 Potsdam, Haus
der Brandenburgisch Preußischen Geschichte 4.9. –
31.10. 2004 Di. - So., 10 – 18 Uhr, Mi. 10 - 20 Uhr
Tel.: 0331 - 200 56 355
Finsterwalde, Kreismuseum 13.2. - 3.4. 2005
Di. - So. 10-12 und 14 - 17 Uhr Tel.: 03531 -
30783)

Seitenanfang |
|
 |
|
Die Dritte Front
Literatur in Brandenburg
1930-1950,
hrsg. von Peter
Walther, Berlin, Lukas Verlag, 2004
(ca. 128 S., zahlreiche
Abbildungen, Verkaufspreis in der Ausstellung: 9, 80 €;
Bestellung direkt über das Brandenburgische Literaturbüro oder über
den Buchhandel) |